_Anwendung von Neon in der Kunst_ Ausführlich

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In dem Masse, in dem das kommerzielle Interesse an Neon in den 40er Jahren zurückging, begannen die bildenden Künstler sich für dieses Medium zu interessieren. Erste, noch vereinzelte Beispiele gab es bereits früh; 1937, als der tschechische Künstler Zdenek Pesanek Skulpturen weiblicher Torsi mit Neonröhren konturierte oder 1946 in Buenos Aires, wo Guyla Kosice Neonskulpturen ausstellte. Kunsthistorisch bedeutend sind jedoch vor allem die Arbeiten von Lucio Fontana in den Jahren 1951 bis 1986 geworden. Es sind abstrakte Formgebilde, deren grösstes 1951 während der 9. Triennale in Mailand in einem Treppenhaus installiert war. Auch die Neonskulpturen folgten seiner Idee des "Spaziolismo", dem Entwurf räumlicher Konzepte. Mit der durch den dreidimensionalen Raum gezogenen Neonlinie überführte Fontana seine Zeichnungen vom Papier in eine plastische Gestalt.

Die sechziger Jahre führten schliesslich bei zahlreichen Künstlern zu einer Auseinandersetzung mit dem Werkstoff Neon. Zu den Motiven der Konsum- und Medienwelt, aus denen die Ikonographie der Pop Art schöpfte, gehörten fast selbstverständlich auch die städtischen Neondekorationen.

 

 


 

François Bucher

François Bucher gehört zu den Künstlern, welche mit dem Medium Neon arbeiten. Die Neon AG als sein fachtechnischer Partner, ist stolz, Ihnen an dieser Stelle einen kleinen Einblick in seine Arbeiten zu ermöglichen.

 

Biografie
1946 geboren in Oensingen
1963-1967 Kunstgewerbeschule Luzern
Malerlehre in Lausanne
1967-1974 Aufenthalt in Paris und im Burgund
1969 Heirat, 2 Töchter (1972/1976)
seit 1980 lebt in Luzern und im Burgund

Einzelausstellungen (Auswahl)
1995 Galerie an der Gerbegass, Sempach
1996 Galerie Partikel, Luzern
1999 Galerie Partikel, Luzern
2000 Gemeindegalerie Benzeholz, Meggen

 

Werke im öffentlichen Raum
Glasskulptur im Musée Suisse du Vitrail, Romont
Wandskulptur Postgebäude Weggis
Glasbausteine in den Wendeltreppen des Gemeindezentrums Meggen
Kunst am Bau in der Luzerner Höhenklinik in Montana
Kunst am Bau am Schulhaus Gunzwil
Glasätzung und Neonskulptur im Café Parterre, Luzern (siehe Werke)
Glasätzung im Luzerner Obergericht
Sammlung des Kantons Luzern, der Stadt Luzern,
der Gemeinde Meggen, des Kunstmuseums Luzern

 

Vom Gestade her und anderswo hin

Mögllicherweise ist François Bucher, obwohl seit jeher in der Alpennähe lebend, einer der letzten Meeresanwohner, (gelegentlich verschollen?) Strandläufer. Was da Füsse und Hände an Schwemmgut, an Fossilem ertasten, zugeformt auch von Wellenschlagklängen, gibt ihm sein Anrecht auf Poesiebildung. Was da all an nicht enden wollender Formenvielfalt die Augen(lichter) bereichert (gerade unter Einbeziehung eines eventuellen Ursprungs im Ohr!), ist lebenslang dienender Stoff, mit dem Kunst gelingen kann. Das Imaginieren dieser Übergansschwelle vom Entstehen alles Lebendigen im Urelement Wasser bis zum Weiterwerden im wildwüchsigen Uferland vollzieht sich in Anbetracht des "Quellhorizonts" (Peter Hadke) bei François Bucher im stetig suchend-schaffenden Form-Handeln. Da werden Spuren "dingfest" gemacht, solche, die sonst nur wie Ritzungen in den Treibsand erscheinen, oft gleich wider vom Meer in seinen Vorratsgrund hineingespült. Und in der Gehörphantasie wird hinabgelauscht: tanzende Amphoren spielen auf zum Grammophongesang, nun ins Bild gewendet. Ähnlich in einem Block von acht Schiefertafeln, wo sich eine findet, die Alphabet und Grundzahlen folge zeigt, vorgestellt als der zeichenhafte Formelvorrat, aus dem eine Kraft gelöst werden kann, z. B. ein ganzes Zusammenleben umfassend zu regeln. Die anderen Zeichentafeln geben Regelsysteme vor, die nicht den zu erwartenden Kontext auffällig ins Bild rücken, sondern vielmehr Verweise auf seine eventuelle Konzession sind. Kreis-Elipsen- und Behälterformen sind eben gerade so vorhanden; aber immer auch noch wieder anders möglich. Immer mal wieder scheinen von den Elementen Wind und Wasser einige Gestaltpartien geformt zu sein; wie Wesen des Übergangs, zwar schon dem Wasser entstiegen, aber noch (wie lange wohl?) dem Lande fremd. Das ganze Bilduniversum des François Bucher verbreitet vielleicht diese Botschaft an mich, an dich an uns: es ist alles unerschöpflich, es bleibt immer noch sehr viel mehr möglich, als sich mir gezeigt hat - gib du also nun wieder, was dich betrifft! Denn die visuelle Poetik des François Bucher ist Umorganisation von zu Einheiten verschmolzenen Sammelstücken, denen die Leidenschaft nicht abhanden gekommen ist.

Martin Kolbe, Dokumentation der aktuellen Innerschweizer Kunst

 

Werke mit Neon

 

"la vitesse se heurte"

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"traverser la vie"

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Parterre Luzern

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"miroirs périphériques"

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